Die Anzucht läuft, die ersten Pflänzchen sind schon in den Beeten und gern gesehene Gäste sind endgültig aus dem Winterschlaf erwacht.




Die Anzucht läuft, die ersten Pflänzchen sind schon in den Beeten und gern gesehene Gäste sind endgültig aus dem Winterschlaf erwacht.
Auch wenn es nicht so aussieht, aber verborgen unter der Schneeschicht schlummert viel Wintergemüse.
Trotz eines goldenen Herbstes sinken die Temperaturen stetig und die Wintervorbereitungen starten.
Im Juni zeichnet sich schon eine üppige Ernte erster Kulturen ab.
Im Garten zeigen sich die ersten Blüten. Zu ernten gibt es ebenfalls schon die ersten zarten Blätter.
Seit einigen Jahren bauen GärtnerInnen erfolgreich Süßkartoffeln an. Der Anbau erfolgt bei der Süßkartoffel nicht in Form der Knolle, wie bei Kartoffeln üblich, sondern die Vermehrung erfolgt über Stecklinge, die innerhalb weniger Tage im Wasser bewurzeln. Durch die Vermehrung über Stecklinge bilden Süßkartoffeln größere Rhizome aus.
Die Süßkartoffel ist ein Windengewächs und bei uns nicht winterhart. Im Herbst sterben die Pflanzen mit dem ersten Frost ab. Spätestens dann müssen die Knollen aus dem Boden geholt werden.
Die Süßkartoffeln haben den Vorteil, dass sie auch in einer warmen Wohnung gelagert werden können. Bilden sich dort Triebe an den Rhizomen, können sie bereits verwendet werden, um neue Pflanzen für die nächste Saison zu ziehen. Das Auspflanzen der Süßkartoffeln erfolgt frühestens Mitte Mai, wenn keine Gefahr mehr durch den Spätfrost droht.
Im Anbau ist die Süßkartoffel unkompliziert, wird allerdings auch gerne von Wühlmäusen angefressen. Sie braucht im Garten viel Platz, denn die Süßkartoffel gehört zur Familie der Windengewächse, die gerne weitläufige Triebe bilden. Sie benötigt einen nährstoffreichen und tiefgründig gelockerten Boden, um schöne Rhizome zu bilden.
2021 fand das Netzwerktreffen der Gemeinschaftsgärten in Graz statt. Es gab wie immer spannende Workshops, dieses Jahr unter anderem zum Thema „Fermentieren“. Wir waren im Geschmackslabor in der Universität Graz und stellten dort eine Basis für einen Liptauer-Aufstrich her. Daneben gab es sowohl theoretische als auch praktische Tipps zur Verwendung von Resten sowie zum Konservieren.
Ein Gemeinschaftsgarten bietet den GärtnerInnen die Möglichkeit, selbst Obst und Gemüse zum Fermentieren anzubauen. Unter anderem steht im Gemeinschaftsgarten ein Einkochautomat den GärtnerInnen zur Verfügung, um ihre Ernte direkt vor Ort zu verarbeiten und zu konservieren.
Der Gemeinschaftsgarten bietet immer wieder die Möglichkeit zu experimentieren. In diesem Jahr starten wir den Versuch einer Pilzkultur, von der wir hoffentlich in der nächsten Saison die ersten Pilze ernten können.
Verwendet dafür haben wir Pilzbruten für Kräuterseitling, Austernseitling und einem rosa Seitling. Versuche laufen sowohl mit einer Körnerbrut als auch mit einer Dübelbrut.
Die Stämme sollten frisch geschnitten oder für mehrere Tage gewässert werden. Sind sie gut durchfeuchtet, kann sich die Pilzbrut besser ausbreiten.
Für die Dübelbrut müssen erst Löcher in das Holz gebohrt werden. Der Holzstamm sollte mindestens zehn Zentimeter Durchmesser haben. Für Pilzbruten eignen sich Hölzer wie Buche, Erle oder Birke.
Anschließend werden in die vorgebohrten Löcher die Dübel eingeschlagen, die mit der Pilzbrut beimpft wurden.
Die Löcher sollten nicht zu groß sein, damit die Dübel eine direkte Verbindung mit dem Holz haben.
Die Bildung von Fruchtkörpern bei der Dübelbrut dauert meist länger als bei der Körnerbrut.
Für die Körnerbrut werden mit der Kettensäge Schnitte in die Hölzer gemacht. Anschließend wird die Körnerbrut in die Schnitte eingefüllt und mit einem Klebeband verschlossen, damit die Körnerbrut nicht austrocknet und das Myzel in den Stamm wachsen kann. Nach rund einem Monat kann das Klebeband entfernt werden.
Aufgrund geringer Niederschläge im Sommer, wird eine Bildung erster Fruchtkörper frühestens in der nächsten Saison erfolgen.